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KI unterstützt Strukturwandel im Rheinischen Revier

Das Kompetenzzentrum WIRKsam erforscht innovative Arbeitsformen zur Schaffung attraktiver Arbeitsplätze und zur Stärkung regionaler Unternehmen.
marketing-BÖRSE | 19.11.2021
KI unterstützt Strukturwandel im Rheinischen Revier © freepik / biancoblue
 

In Deutschland hat die Kohleindustrie keine Zukunft mehr. Doch wohin mit den Beschäftigten, die in der Branche arbeiten? Das ist eine der Fragen, welche das neue Kompetenzzentrum WIRKsam beantworten soll. Das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt erforscht innovative Arbeitsformen zur Sicherung der Beschäftigung, zur Schaffung attraktiver Arbeitsplätze und zur Stärkung regionaler Unternehmen. In den nächsten fünf Jahren wird das Projekt vom MBMF mit 14 Millionen Euro unterstützt und soll wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umsetzen.   

Das Rheinische Revier ist nicht nur bekannt für Braunkohleabbau, sondern auch für seine Textilindustrie. Davon können auch die Beschäftigten der Braunkohleindustrie profitieren, denen sich so neue Zukunftsperspektiven eröffnen. Mithilfe von KI werden innovative Arbeits- und Prozessabläufe zur Gestaltung attraktiver Arbeitsplätze und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ansässiger Unternehmen entwickelt.

Bei WIRKsam arbeiten Forschungseinrichtungen und Unternehmen Hand in Hand. Forschungspartner sind unter der Leitung des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V., das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen sowie das Institut für Mobile Autonome Systeme und Kognitive Robotik (MASKOR) der FH Aachen. Zusätzlich haben sich bereits neun Unternehmen dem Projekt angeschlossen. Für sie werden neue KI-Anwendungen entwickelt.

Der wirtschaftliche Strukturwandel ist in vollem Gange und Industrien, welche lange das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bildeten, sind weitreichenden Änderungen unterworfen. Das Kompetenzzentrum WIRKsam soll Unternehmen dabei unterstützen, dass der Übergang zu einer Industrie 4.0 möglichst flüssig abläuft. Die Ergebnisse des Projekts werden nicht nur die globale Wettbewerbsfähigkeit der Textilindustrie und weiterer Branchen steigern; sie werden auch Arbeitsplätze sichern und ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung des Strukturwandels im rheinischen Braunkohlenrevier sein.