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KI schreibt jetzt Werbetexte

Wie gut sind KI verfasste Texte und wie kann die Marketingbranche von dieser Technologie profitieren? Die Zauberei hinter der intelligenten Maschine.
Henrik Roth | 14.06.2021
KI schreibt jetzt Werbetexte © adva
 

Seit einigen Jahren gib es einen großen Hype um künstliche Intelligenz (KI). Jetzt sind wir schon so weit gekommen, dass Texte von denkfähigen Maschinen geschrieben werden. Schon immer haben Technologien Copywriter unterstützt. Vom Meißeln in Stein, Kritzeln auf Papyrus, Schreiben mit Tinte und Papier bis hin zum Buchdruck, Internet und zur künstlichen Intelligenz. Doch wie gut sind KI verfasste Texte und wie kann die Marketingbranche von dieser Technologie profitieren?

 

Die Zauberei hinter der intelligenten Maschine

Künstliche Intelligenz ist die Entwicklung von Maschinen, damit sie das menschliche Denken imitieren können, um schließlich automatisch Aufgaben wie Problemlösung und Entscheidungsfindung übernehmen zu können. Ein gutes Beispiel für KI ist GPT-3, ein intelligentes Sprachverarbeitungsmodell, das 2020 von OpenAI auf den Markt gebracht wurde und auf dem viele Copywriting Tools basieren. Auch GPT-3 nutzt maschinelles Lernen und Deep Learning, um zu trainieren und zu lernen. Maschinelles Lernen basiert auf dem Konzept, dass die Maschine ohne menschliche Anweisungen Aufgaben ausführen kann. Es analysiert Daten, erkennt ein Muster, lernt daraus und bezieht das dann auf neuen Content, so wie wir damals Theorien in der Schule gelernt und sie dann auf neue Aufgaben angewendet haben. Beim Deep Learning geht es um das neurale Netzwerk der Maschine - sozusagen das Gehirn. GPT-3’s “Gehirn” basiert auf 175 Millionen Synapsen und ist somit der größte Computerlinguistik-Transformator, der dem menschlichen Gehirn am nächsten von allen KI-Technologien kommt. Das menschliche Gehirn besitzt nämlich 125 Billionen Synapsen.

 

Künstliche Intelligenz im Marketing

Die Nutzung der künstlichen Intelligenz im Marketing-Bereich ist noch nicht sehr ausgeprägt, da sie noch im Anfangsstadium ist. Das heißt, einige Firmen bekommen gerade erst mit, was es mit der KI auf sich hat und wie es dem Marketing  zugutekommen kann, während die anderen am Implementieren und am Testen sind. Jedoch sieht man an Statistiken, dass die Zahlen der Unternehmen, die KI nutzen immer mehr steigen. Der Grund dafür: Es wird immer bekannter, dass durch sie höhere Profite erzieht werden können. 73% der Unternehmen wollen in den nächsten 18 Monaten in Technologien investieren, die auf KI basieren  und 37% der Unternehmen planen sie besonders im Copywriting einzusetzen. Viele Experten prognostizieren, dass die KI-Technologie und der Markt um sie herum in den nächsten Jahren in die Höhe katapultiert wird und viele Firmen ohne sie stecken bleiben.

 

Die Sonnenseite der menschenähnlichen Roboter

Viele Texter kennen das Problem von Schreibblockaden und finden es schwer, jeden Tag zu jeder Stunde kreativ zu sein. Hinzu kommt das Problem von Zeitdruck, denn oft müssen strikte Deadlines eingehalten werden.

Mit ihren vielen Eigenschaften und Fähigkeiten kann die KI ein Segen für Copywriter und Werbetexter sein, denn sie hilft ihnen in Blitzschnelle verschiedenen kreativen Content zu verfassen. Sie kreiert nicht nur, sondern sie ist sogar schon so weit, dass sie Erfolgsprognosen über den generierten Content liefern kann. Außerdem sind die erstellten Texte schon sehr gut und werden daher gegen weitere sehr gute Texte getestet. Das sind die Gründe, warum an A/B-Testing gespart wird, wodurch wiederum viele Copywriter an Zeit und Geld sparen. Die Zukunft liegt nicht in der Generierung. Die Zukunft liegt in der Kuratierung. Es geht darum, der Person zu helfen, eine Auswahl zu treffen und zu verstehen, welche dieser Millionen von Wörtern, die sie nutzen kann, tatsächlich funktionieren werden.

 

Intelligente Maschinen vs. intelligenter Mensch

Natürlich stellen sich viele die Frage, ob die KI die Menschen ersetzen kann, wenn sie jetzt schon wie ein Mensch schreibt und dabei schneller und kreativer ist. “Ein Roboter hat diesen ganzen Artikel geschrieben. Hast du Angst, Mensch?” ist ein bekannter Artikel, der von einer KI geschrieben und von Guardian veröffentlicht wurde. Die Frage ist berechtigt, denn in der Tat gibt es viele Texter, die sich Sorgen um ihren Job machen und fürchten, eine Maschine könnte ihn übernehmen. Auch der Fall von Liam Porr verursachte viel Trubel, denn er nutzte GPT-3, um einen kompletten Blog zu verfassen. Davon kam ein Blogartikel auf Platz eins der Hacker News, ohne das Leser mitbekommen haben, dass der Text komplett mit einer künstlichen Intelligenz geschrieben wurde. 

 

Die KI ist sehr schlau und verfügt über sehr viele Fähigkeiten, die dem Menschen ähneln. Jedoch dürfen wir nicht vergessen, dass sie weder menschliche Emotionen noch Lebenserfahrung oder menschliches Wissen besitzt. Sie kann Daten analysieren, Fakten herauslesen und einen sachlichen Text herstellen oder Fragen beantworten, aber Emotionen kreieren kann sie nicht. Das heißt, menschliche Copywriter und Werbetexter sind nun mal unersetzbar und die KI dient ihnen lediglich als Hilfe und Unterstützung. Wer möchte, wird in Zukunft kein weißes Blatt mehr vor sich haben. Copywriting kann in Zukunft als Teamarbeit funktionieren, zwischen der KI und den Werbetextern. KI wird die leere Seite füllen und Marketers werden sie aufpolieren. Das Ergebnis: effektivere Werbetexte, die Marken nachhaltig stärken.  

 

Zukunftsaussichten

KI-Technologien entwickeln sich immer schneller und es wird von vielen Experten prognostiziert, dass die Nachfrage nach ihr in den nächsten Jahren immense steigen wird. Schon während der Corona-Pandemie ist vielen Firmen aufgefallen, dass die KI wichtiger denn je ist, denn sie müssen mit guten Werbetexten eine Verbindung zum Kunden herstellen, da auf persönlichen Kontakt verzichtet werden muss. Das bestätigen auch die Zahlen: 64% der Marketing-Teams sind der Meinung, dass wegen der Corona-Pandemie Sprache wichtiger denn je wäre.  Auch sprechen andere Statistiken für die Steigung von der Nutzung der KI-Technologien. Demnach fand Gartner heraus, dass die Anzahl der Firmen, die KI implementierten, zwischen 2015 und 2019 um 37% gestiegen ist, und, dass bis 2022 mehr als 30% des digitalen Contents mithilfe von KI erstellt wird.  

Schon seit einiger Zeit sind wir im Zeitalter der künstlichen Intelligenz angekommen, ohne das uns dies wirklich bewusst war. Fakt ist, dass sie Unternehmensbereiche revolutionieren wird, vor allem das Marketing. Die Frage nach dem wann und wie ist den Firmen überlassen, denn es kommt ganz darauf an, ob sie der KI vertrauen, menschliche Aufgaben zu übernehmen und bereit sind, sie am Unternehmensalltag teilnehmen zu lassen.  

 

Quellen

https://www.unite.ai/73-of-brands-plan-to-invest-in-ai-technology-to-amplify-marketing-results/

https://www.unite.ai/73-of-brands-plan-to-invest-in-ai-technology-to-amplify-marketing-results/

https://www.unite.ai/73-of-brands-plan-to-invest-in-ai-technology-to-amplify-marketing-results/

https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2019-01-21-gartner-survey-shows-37-percent-of-organizations-have 

https://www.gartner.com/en/marketing/insights/articles/gartner-predicts-2019-in-search-of-balance-in-marketing 

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Über Henrik Roth

Henrik Roth gründete sein erstes Start-up mit 14 Jahren und beschäftigt sich seitdem mit Digital Marketing und Unternehmertum.

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