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5 digitale Tools, die Performance-Teams kennen sollten

In einem komplexen Umfeld wie dem Performance Marketing, können diese Tools den Alltag maßgeblich erleichtern und einen echten Mehrwert bieten.
Philipp Reittinger | 02.08.2021
5 digitale Tools, die Performance-Teams kennen sollten © pixabay / Prashant Sharma
 

Digitale Tools mit den unterschiedlichsten Vorzügen gibt es zu Genüge. Gerade im Marketing-Umfeld wächst das Angebot an neuen Software-Lösungen so rasant, dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Deshalb stellen wir im Folgenden fünf ausgewählte Tools vor, die einen echten Mehrwert bringen und die Arbeit - insbesondere die von Performance-Marketing-Experten - spürbar leichter machen. 

1. Slite

Marketing-Teams leben von ihrer Kreativität. Der Austausch von Ideen ist ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit - und irgendwo müssen all diese Gedanke und Impulse auch dokumentiert werden. Ein Tool, dass sich für das sammeln und den Austausch von Inspiration und Wissen anbietet, ist Slite ( https://slite.com ). In sogenannten “Channels” können Inhalte zu einem bestimmten Thema strukturiert festgehalten und Unterkategorien hinzugefügt werden. 

Die Bearbeitung der jeweiligen Bereiche im Hauptfenster erfolgt analog zu Textverarbeitungstools wie Google Docs oder Microsoft Word und gestaltet sich entsprechend intuitiv. Neben dem Management von Ideen eignet sich Slite auch hervorragend, um beispielsweise wesentliche Aspekte aus einem Meeting zu protokollieren und dokumentieren. Hat jemand den Termin verpasst, kann er das Wichtigste strukturiert nachlesen.

2. Canva

Wenn es um das Erstellen von Grafiken oder Bearbeiten von Bildern geht, ist die Adobe Suite das Maß aller Dinge. Allerdings muss man schon über einen gewissen Erfahrungsschatz an umgesetzten Arbeiten mit der Software verfügen, um auch kleinere Projekte schnell umsetzen zu können. Eine Alternative, die es auch Anfängern und Nicht-Experten ermöglicht, Werbemittel zu gestalten, ist Canva ( https://www.canva.com/de_de/ ). 

Als browserbasierte Grafikdesign-Plattform, die sich weitestgehend kostenfrei nutzen lässt, besticht Canva mit einer intuitiven und benutzerfreundlichen Oberfläche. Zudem überzeugt das Tool mit zahlreichen Vorlagen, die man als Inspiration nutzen kann. Gerade, wenn es besonders schnell gehen muss oder der Kunde ein nicht allzu hohes Budget zur Verfügung hat, ist Canva eine ideale Lösung. 

3. Motion Array

Je nach Unternehmen kann eine Performance-Marketing-Strategie neben statischem Bildmaterial auch die Anbindung von aussagekräftigen Videos vorsehen. Entsprechende Produktionen können, je nach Idee und Umfang, sehr aufwendig und teuer sein. Statt also jedes mal Bewegtbild-Material vor Ort zu drehen und anschließend die gewünschten Inhalte mühsam zu produzieren, gibt es kostengünstige Alternativen, die zu schnellen und hochwertigen Ergebnissen führen. Eine davon ist Motion Array ( https://motionarray.com/ ).

Die Softwarelösung, die man im Abo-Modell beziehen kann, bietet ein großes Angebot an Produkten, Tutorials und Werkzeugen im Bereich der Postproduktion. Die webbasierte Anwendung bietet zudem mehr als 80.000 Vorlagen, z.B. für Premiere Pro oder After Effects, sowie Stock-Videomaterial und Musik-Dateien, um die Erstellung Aufbereitung von hochwertigen Videos bei effizienten Rahmenbedingungen zu beschleunigen. 

4. Supermetrics

Eine Grundvoraussetzung, um eine digitale Marketing-Strategie erfolgreich umzusetzen, besteht darin, die Performance seiner Maßnahmen genau im Blick zu behalten. Dafür ist es hilfreich, Kampagnen-Daten übersichtlich darzustellen, Ergebnisse so gut interpretieren zu können und die richtigen Rückschlüsse zu ziehen. Hier kommt Supermetrics ( https://supermetrics.com/ ) ins Spiel - ein Tool, das mit seinen zahlreichen Konnektoren dabei hilft, Daten aus unterschiedlichen Quellen wie Facebook, Instagram oder Mailchimp zu ziehen und diese in ein Datenverarbeitungsprogramme wie Google Tabellen, Data Studio oder Excel zu übertragen.

Über zahlreiche Metriken, Filter und Dimensionen können individuelle Abfragen erstellt werden, die im nächsten Schritt weiterverarbeitet werden können. Mit bis zu stündlichen Refreshs und automatisch verschickten E-Mails können Marketing-Teams zudem viele Ressourcen einsparen, die wiederum in wichtige Aufgaben wie Betreuung der Kunden fließen können. Darüber hinaus hat man als User die Möglichkeit, über den Anschluss neuer Quellen abzustimmen, welche in der Regel auch sehr zügig als Beta-Version zur Verfügung stehen.

5. Zapier

Auch für Marketing-Teams ist es essentiell, repetitive, kleine und den Arbeitsfluss störende Prozesse größtmöglich zu automatisieren. Ein Tool, das hilft, diese Herausforderung zu meistern ist Zapier ( https://zapier.com/ ). Das Tool automatisiert Aktionen, indem es verschiedene Web-Applikationen miteinander verknüpft und deren Programmanwendungen miteinander synchronisiert. Sogenannte “Zaps” nutzen einen Trigger (ein auslösendes Ereignis) in einer Applikation, der nach Auslösung zu einer Aktion in einer anderen Applikation führt.

Was erstmal kompliziert klingt, kann in der Praxis folgendermaßen aussehen: Ein Teammitglied erhält eine Warn-E-Mail (Trigger), woraufhin der Zap dafür sorgt, dass der Inhalt dieser E-Mail automatisch in einen bestimmten Slack Team-Channel weitergeleitet wird (Aktion). Zapier bietet für die Automatisierung solcher zahlreiche Integrationen mit Web-Applikationen an, die flexibel und vielfältig miteinander kombiniert werden können.

 

Fazit: Bedarfe ermitteln und mit Bedacht entscheiden

Trotz aller digitaler Helfer, die man theoretisch nutzen könnte: Insbesondere im Marketing sind ein rationaler Blick und menschliches Fingerspitzengefühl zentrale Erfolgsfaktoren, die durch kein Tool der Welt zu ersetzen sind. Wer es jedoch schafft, seine Bedarfe konkret zu ermitteln und sich die Zeit nimmt, die passende Software-Lösung zu finden, hat gute Chancen, sich und seinen Teams - gerade in einem komplexen Umfeld wie dem Performance Marketing - den Alltag maßgeblich zu erleichtern.