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Video Marketing: In drei Schritten zur wirkungsvollen Strategie

Wenn es um visuelle Kommunikation und Storytelling geht, hat sich das Bewegtbild inzwischen eindeutig zu einem der beliebtesten Formate entwickelt.
Grant Farhall | 29.09.2021
Video Marketing: In drei Schritten zur wirkungsvollen Strategie © Pixabay / mohamed_hassan
 

Wenn es um visuelle Kommunikation und das Erzählen von Geschichten geht, hat sich das Bewegtbild inzwischen eindeutig zu einem der beliebtesten und effektivsten Formate entwickelt. Laut einer Umfrage sagen 92 Prozent der Vermarkter, die Videos einsetzen, dass sie ein wichtiger Bestandteil ihrer Strategie sind. 86 Prozent der Unternehmen nutzen bereits Videos als Marketinginstrument und 89 Prozent geben an, dass Videos die Rentabilität steigern.

Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich das Video in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Wachstumstrends für Marken entwickelt, um ihr Publikum auf eine ansprechende Weise zu erreichen. Da Verbraucher seit der Pandemie noch häufiger online einkaufen, haben besonders kleine Unternehmen dieses Format in ihre Content-Marketing-Strategie einbezogen, um damit ihre Reichweite zu erhöhen – zurecht. Denn iStocks Visual GPS-Studie zeigt, dass fast die Hälfte der Generation Z oder der Millennials sich am ehesten von einem Video beeinflussen lassen, wenn es darum geht, sich für ein kleines Unternehmen zu entscheiden.

Durch sie bekommen kleinere Firmen die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in die Funktionsweise eines Produkts oder einer Dienstleistung zu geben. Die Zielgruppe erfährt außerdem mehr über die Werte, die durch das Unternehmen vertreten werden, was zu einer stärkeren Kundenbindung führt. Video ist also kein „Nice-to-have“-Marketinginstrument mehr – es ist ein unverzichtbares Mittel. Doch für viele sind die Hürden für die Erstellung von Videos in professioneller Qualität, insbesondere die Kosten, immer noch zu hoch. Glücklicherweise gibt es mittlerweile jedoch eine Reihe von Tools, die die Erstellung von Videos nicht nur einfacher, sondern auch deutlich günstiger machen. So haben auch Anfänger ohne spezielle Vorkenntnisse die Möglichkeit, Videoinhalte zu erstellen, ohne dabei deren Wirkung zu schmälern. Doch das Tool allein reicht nicht aus. Mindestens ebenso wichtig ist es, sich darüber im Klaren zu sein, wie dieses Werkzeug am besten zum Einsatz kommt:

1. Nutzen Sie Stock-Videos

Genauso wie für Fotos gibt es auch Stock-Datenbanken, die Bewegtbild-Inhalte zur Verfügung stellen. Das bedeutet, dass das Unternehmen, bevor es mit dem Zusammenschneiden ansprechender Videos beginnen kann, nicht erst selbst noch die Rohmaterialien dafür produzieren muss. Stock-Videos sind deshalb eine praktische Alternative. Da diese in der Regel jedoch teurer als einfache Fotos sind, bietet es sich an, auf Abo-Modelle zurückzugreifen, die die On-Demand-Zugang von Millionen Videoclips zu einem günstigen Preis ermöglichen. Außerdem können Kunden Videoclips für nur wenige Euro pro Clip lizenzieren, sodass sie ihr oft schmales Marketingbudget im Blick behalten können.

2. Nutzen Sie kostenlose Bearbeitungsprogramme

Für den Geschäftserfolg eines Unternehmens ist Videomarketing von entscheidender Bedeutung, aber die Erstellung von Videos kann zeitaufwändig, kostspielig und komplex sein. Das schreckt viele kleine Unternehmen davon ab, ihre eigenen Videoinhalte zu erstellen. Ideal sind deshalb Videobearbeitungsprogramme, die eine einfache Benutzeroberfläche bieten und keine vorherige Design- oder Filmbearbeitungserfahrung voraussetzen. Die Plattform sollte außerdem einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verfügung stellen, die den Benutzern von Anfang bis Ende des Prozesses helfen, ihr Video zu produzieren. Schließlich sollte die Plattform auch Zugang zu einer breiten Palette von Fotos, Videos, Musik und Abbildungen bieten, damit die Ersteller den zum Unternehmen passenden Stil finden. Die richtige Botschaft lässt sich mit anpassbaren Farben, Schriftarten, Layouts, Logos, Vorlagen und Handlungsaufforderungen vermitteln. So kann alles – von Social-Media-Anzeigen bis hin zu Werbematerialien – in nur wenigen Minuten entwickelt werden. 

1. Keywords für mehr Reichweite

Damit die erstellten Videos auch die gewünschte Wirkung erzielen, müssen sie von Ihrer Zielgruppe wahrgenommen werden. Ein zwar einfacher, aber oft vernachlässigter Schritt zur Optimierung von Videos ist die Einbindung von SEO-Keywords – für ein erfolgreiches digitales Marketing unerlässlich. Es gibt einige Tools, wie z. B. Keywords Everywhere, die bei der Keyword-Recherche helfen können. Diese zeigen die zu verwendenden Begriffe und wie oft sie in den Suchmaschinenergebnissen erscheinen. Sobald die Keywords ausgewählt sind, können diese unter anderem im Videotitel, in einer kurzen Beschreibung, im Dateinamen und in allen Werbeinhalten, die im Internet oder in sozialen Medien veröffentlicht werden, verwendet werden. Wenn sich die Keywords durch den gesamten Inhalt ziehen, ist die Chance höher, dass sie auch in den Suchergebnissen erscheinen. 

Videos fördern nicht nur das Engagement, sondern helfen kleinen Unternehmen auch nachweislich, ihr Publikum zu vergrößern und die Loyalität zu erhöhen. Fakt ist jedoch, dass die Inhalte relevant sein müssen, um einen guten ROI zu erzielen. Besonders kleinere Unternehmen, die ihren Umsatz mit Hilfe von Videos steigern möchten, sollten dafür sorgen, dass die Inhalte die Werte ihrer Marke widerspiegeln. Denn laut iStocks Visual GPS-Studie sind 78 Prozent der deutschen Verbraucher eher bereit, Marken die Treue zu halten, deren Geschäftsprozesse mit ihren Werten übereinstimmen. Durch die Entwicklung von Videoinhalten, die sich mit dem Kern der Marke decken, können selbst kleine Unternehmen große Gewinne erzielen – und das ohne den Budgetrahmen zu sprengen.