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So entwickeln sich Cloud-/SaaS-Anwendungen

Der weltweite Markt für Cloud- und SaaS-Anwendungen wird in einer Studie dargestellt. Woran Unternehmen arbeiten sollten, umfasst dieser Beitrag.
Georg Blum | 19.04.2021
So entwickeln sich Cloud-/SaaS-Anwendungen © Freepik
 

Wie entwickelt sich der weltweite Cloud-/SaaS-Markt?

Der weltweite Markt für Cloud- und SaaS-Anwendungen wird in einer Studie von Blissfully dargestellt. Blissfully hat ca. 1.000 Firmen befragt und daraus eine spannende Analyse aufbereitet. Die Ergebnisse zu „Der weltweite Markt für Cloud SaaS-Anwendungen“ sowie ein paar Charts stellen wir hier zur Verfügung. Scott Brinker hat auch ein paar gute Gedanken dazu zusammengefasst.


Was an den Ergebnissen der Studie gut ist, sind die Entwicklungen, die je nach Größe eines Unternehmens unterschiedlich sind. Deshalb haben die Autoren die Ergebnisse nach KMU (SMB), Mittelstand (midsize) und Großunternehmen (Enterprise) aufgeteilt. Logischerweise ist die Entwicklung durch die Saas-Investitionen schon sehr unterschiedlich.

Empfehlung: KMUs sollten möglichst aus einer einzigen SaaS-Lösung heraus arbeiten

Die Vielfalt der Tools ist gerade für KMUs ein großes Hindernis, um effektiv zu arbeiten. Schnittstellen sind meist ein extremer Aufwand, deshalb werden Daten von System zu System getragen. Oder es findet gar kein Austausch statt. Daher sind Lösungen, die ERP und CRM aus einer Hand anbieten, empfehlenswert.

Dabei sind genau die Anbieter zu empfehlen, die neben den Kernprodukten ERP und CRM auch weitere Features wie Collaboration, Workflow, Projektmanagement, Personalverwaltung oder Eventverwaltung (was eben das Unternehmen an Besonderheiten braucht) im Portfolio haben.

Noch etwas zu der Blissfully Studie zum weltweiten Markt Cloud für SaaS-Anwendungen

Spannend ist auch die Betrachtung nach Abteilung bzw. Bereich des Unternehmens. Vertrieb und Marketing (hier: S&M) sind – neben der IT – sicher die Treiber des Themas. Forschung & Entwicklung (hier R&D für Research & Development) kamen etwas verzögert. Und extrem aufgeholt hat der Bereich der allgemeinen Verwaltung und Administration (hier G&A für General & Adminstrative). Im Verwaltungsbereich ist es die IT, die immer schon SaaS-affin war. Nur war die Geschäftsführung – vor allem in Deutschland – vor 10 Jahren noch sehr zurückhaltend.

ERP-Produkte in der Cloud? Geht gar nicht! Doch inzwischen schon!

Diese Antwort kam damals fast unisono aus dem Mittelstand. Mittlerweile ist diese Zurückhaltung aufgegeben worden. Jetzt ist eher der Aufwand die Hürde, das ERP von „on premise“ in die Cloud zu führen.

Aber Achtung! Es entstehen Müll, Probleme mit DSGVO, ein fehlender 360 Grad-Blick

Was der eine oder andere sehr ungern liest: Durch die teilweise unkoordinierte Anmeldung und Nutzung von Saas- bzw. Cloud-Produkten entstehen zum Beispiel:

- Software- und Daten Müll, weil Tools kurz angemeldet, gestartet und dann nicht mehr genutzt werden. Daten werden eingespielt, aber nur kurz verwendet.

- Risiken durch die DSGVO/GDPR, weil Interessenten- und Kundendaten in einer Cloud liegen, die evtl. nicht dem Datenschutzanspruch des Landes bzw. des Unternehmens entsprechen. Oder der IT-Leiter bekommt graue Haare, wenn ein Kunde nach DSGVO nach seinen Daten fragt, und es unmöglich ist, hierzu vollständändig Auskunft zu geben.

- Ein zunehmend verschwommener „unklarer“ 360 Grad-Blick auf den Kunden, weil die Daten nicht systematisch zusammengeführt werden.

Fazit: Weniger ist – wie immer – mehr.